Prokrastination – Der innere Schweinehund

Motivation Wie man den inneren Schweinehund bekämpft

Das neue Jahr hat begonnen und wir alle haben uns viele neue Vorsätze gefasst. Um ehrlich zu sein, werden wir wohl in einem Monat beinahe alle wieder vergessen haben. Doch woran liegt das? Weshalb sind wir so gut darin zu reden und große Versprechungen abzulegen, können diese aber nicht einmal mehr als 21 Tage durchhalten?

 

Schuld daran sind nur wir selbst, denn in den meisten Fällen wollen wir von heute auf morgen jegliche schlechte Angewohnheit abstellen. Sie halten das nicht für verrückt? Nun, dann gehen Sie doch direkt mal nach draußen und machen einen Rückwärtssalto, oder ziehen in ein neues Land und sprechen sofort fließend die jeweilige Sprache.

 

Diejenigen, die sich noch nicht den Hals gebrochen oder der deutschen Sprache für immer abgeschworen haben, sollten sich ein einfaches Prinzip merken. Wir können nicht von jetzt auf gleich eine neue Fähigkeit erwerben. Genauso wenig können wir von heute auf morgen eine über Jahre erlernte und fest eingefahrene Angewohnheit abstellen. Stattdessen müssen wir Schritt für Schritt vorgehen und uns langsam dem Ziel nähern.

 

Die meisten Menschen nehmen sich jedoch genau so eine radikale Veränderung vor und geben dann auf, wenn sie merken, dass sie dies nicht umsetzen können. Natürlich ist es frustrierend, dass wir eine Sache nicht so gut umsetzen können, wie wir uns das vorgestellt haben. Doch als Kind sind Sie schließlich auch nicht beim ersten Versuch zu laufen hingefallen und haben beschlossen, Ihr restliches Leben lieber zu kriechen.

 

Wir Menschen lernen durch Fehler, doch in unserer heutigen Gesellschaft werden Fehler nicht als Erfahrung, sondern eher als Versagen angesehen. Es scheint so, als wären die Deutschen zu stolz, um Ihre eigenen Fehler zuzugeben. Niemand gibt damit an, dass er ein Unternehmen an die Wand gefahren hat, die meisten reden nicht einmal darüber. Werfen wir hingegen einen Blick über den großen See nach Amerika, sehen wir, wie dort Fehler gehandhabt werden. Manche Unternehmen behaupten sogar, dass sie niemanden anstellen, der nicht mindestens einmal pleite gegangen ist. Ganz so drastisch müssen wir nicht an die Sache herangehen, doch dürfen wir uns ruhig bei unseren Fehlern verzeihen und sie als das sehen, was sie sind: Eine Chance zum Lernen.

 

Was wir auch erlernen müssen, ist uns für unsere Anstrengungen richtig zu belohnen. Wenn Sie sich in einer unterirdischen Miene verirren, wären Sie dann nicht auch sehr froh darüber, wenn Sie das Licht am Ende des Tunnels sehen würden? Warum bestrafen wir aber dann unseren Körper und unseren Geist damit, in vollkommener Askese zu leben und uns nie auch nur eine kleine Pause zu gönnen? Wir nehmen uns vor in zwei Monaten vier Kilos abzunehmen, was auch ein realistisches Ziel ist. Dennoch verbieten wir uns für diese zwei Monate jegliche Arten von kleinen Belohnungen und essen Tag für Tag zu wenig, damit wir Körpergewicht verlieren. Unser Körper hat sich also in einer Miene verirrt und sieht das Licht nicht mehr.

 

Spenden Sie ihm ein wenig Hoffnung, indem Sie zum Beispiel jeden Sonntag einmal schick essen gehen und als Nachtisch anstatt eines Vanilleeises, eine überbackene Banane zu essen. So haben Sie etwas (nicht vollkommen ungesundes), auf dass Sie sich freuen und das Ihnen als Silberstreif am Horizont dienen kann. Natürlich sollten Sie an diesem Tag nicht alle guten Vorsätze über Bord werfen, aber eine kleine Belohnung kann sich am Ende sogar noch positiv auf die Gewichtsabnahme auswirken. Sie werden selbst sehen, dass Sie um einiges motivierter in die nächste Woche starten und wenn dann noch die ersten Ergebnisse sichtbar sind, haben Sie den inneren Schweinehund schnell aus Ihrem Leben verbannt!

 

Artikel by Manuel B.

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